Wie schon in ihrem ersten buch versteht Helene Bracht es, in sehr feiner Sprache aus ihrem eigenen Leben zu berichten. Sie schreibt davon, wie Versöhnung und Annäherung am Ende möglich sein können, auch wenn vorher alles schwierig war. Wie schwierig es für die Tochter war mit einer vom 20. Jahrhundert versehrten Mutter aufzuwachsen. Dieses Buch geht alle etwas an, wir haben alle Mütter.
…und das sagt der Verlag dazu:
Von der gefeierten Autorin von 'Das Lieben danach': Wie gut kennen wir unsere eigenen Eltern - ihre Leidenschaften und Abgründe?
Tief berührend, weitreichend: Helene Bracht, die erst mit fast siebzig Jahren zum Schreiben fand, erzählt von uns allen, indem sie von ihrer Mutter erzählt. Voller Wucht und Schönheit beschreibt sie den Sommer des Abschieds von ihrer alten Mutter Irma. Und damit eine zutiefst vom 20. Jahrhundert versehrte Biografie, deren Bedingungen der Tochter erst jetzt klar werden. Trotz Kriegs- und Gewalterfahrungen, trotz bürgerlicher Enge hielt Irma immer am Lachen und an der Sehnsucht fest. Vor der letzten gemeinsamen Zeit sah die Tochter sie sogar noch einmal tanzen, voller Leichtigkeit und Andacht. Was bleibt davon? Was von der Fülle eines ganzen gelebten Lebens? Es bleiben Erinnerungen wie dieses ungeheuer wahrhaftige Buch voller Trost.